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Heute unterzeichnen Innenminister Gerhard Karner und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ein Mobilitäts- und Rückübernahmeabkommen mit Usbekistan, das Abschiebungen in den zentralasiatischen Staat erleichtern soll. Amnesty International Österreich warnt: Das Abkommen ist intransparent, untergräbt internationales Recht und markiert einen weiteren Schritt für eine zunehmend problematische Externalisierung der Migrationspolitik.
„Mit diesem Abkommen begibt sich Österreich auf einen gefährlichen Kurs. Abschiebungsabkommen mit Staaten, deren Menschenrechtslage Anlass zu ernsthafter Sorge gibt, sind ein Spiel mit dem Leben von Menschen. Ohne belastbare Garantien oder unabhängige Kontrolle besteht die reale Gefahr, dass Betroffene Misshandlung, willkürlicher Inhaftierung oder unfairen Verfahren ausgesetzt werden. Das nimmt die österreichische Regierung billigend in Kauf“
Shoura Hashemi, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich
„Wir fordern die Bundesregierung auf, die Umsetzung des Abkommens auszusetzen. Österreich braucht eine Migrationspolitik, die internationales Recht einhält und Menschen schützt, statt ins Ungewisse abzuschieben.“
Usbekistan weist weiterhin erhebliche menschenrechtliche Defizite auf, die von Amnesty International und anderen Organisationen wiederholt dokumentiert wurden. Dazu zählen insbesondere Mängel bei der Unabhängigkeit der Justiz, Defizite im Recht auf ein faires Verfahren sowie unzureichender Schutz vor Folter und Misshandlung in Haft.
Kritisch sieht Amnesty auch die mangelnde Transparenz des Abkommens. Details zu Schutzmechanismen und weitere Eckdaten des Abkommens sind bislang nicht öffentlich. Zusätzlich wirft die Rolle Usbekistans als Transitland für Drittstaatsangehörige erhebliche Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf mögliche Weiterabschiebungen in unsichere Staaten wie Afghanistan.