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Saudi-Arabien: Lasst die unschuldig Inhaftierten frei!

Während König Salman von Öffnung und Reformen spricht, lässt Saudi Arabien noch mehr Andersdenkende verhaften und hinrichten als je zuvor.

In den letzten zwei Jahren wurden saudi-arabische Aktivist*innen auf beispiellose Weise verfolgt. Unsere Recherchen zeigen, dass in unfairen Prozessen friedliche Aktivist*innen, Kleriker*innen und Mitglieder der schiitischen Minderheit verurteilt werden. Sie bekommen hohe Gefängnisstrafen oder werden auf der Basis von „Geständnissen“, zu denen sie durch Folter gezwungen werden, sogar zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Regierung Saudi-Arabiens versucht gerade ihr Image aufzupolieren.

Sie investiert Millionen, um das repressive Königreich als modernen, sich öffnenden Staat zu positionieren und internationale Investoren anzuziehen. Saudi-Arabien hat 2020 den Vorsitz der G20-Staaten inne und im November wird das Land den G-20-Gipfel in Riad veranstalten. 

die Internationale Aufmerksamkeit gibt hoffnung auf echten wandel. Wir müssen jetzt lautstark jene unterstützen, die sich wirklich für reformen einsetzen.

Der angestrebte Imagewandel und die internationale Aufmerksamkeit, die auf Saudi-Arabien gerichtet ist, bietet eine Chance für die Menschen und ihre Rechte: Jetzt liegt es an uns, den Druck auf König Salman und die saudische Regierung zu verstärken. Sie müssen endlich sinnvolle Menschenrechtsreformen umsetzen und alle Menschenrechtsverteidiger*innen freilassen. Denn solange sie im Gefängnis sind, werden alle Reformen leere Versprechen bleiben.

 

Es liegt an uns, die internationale Aufmerksamkeit zu nützen und aufzuzeigen, wer echte Reformen vorantreibt.

Fordern wir Freiheit für die unschuldig inhaftierten Menschenrechtsverteidiger*innen ein!

Fordere mit uns von König Salman echte Menschenrechtsreformen statt PR-Kampagnen!

Lasst die Unschuldig Inhaftierten frei!

Unterstütze den mutigen Einsatz von Aktivist*innen für Freiheit in Saudi-Arabien

Ihr Mut gibt Hoffnung auf echte Veränderung

In Saudi-Arabien gibt es Hoffnung auf echten Wandel. Hoffnung geben Menschen wie die Frauenrechtsaktivistinnen Loujain al-Hathloul, Samar Badawi und Nassima al-Sada, die selbst in diesem repressiven Umfeld unerschrocken gleiche Chancen, gleiche Freiheit und gleiche Rechte für alle Menschen fordern.

Für ihren mutigen Einsatz für Frauenrechte sitzen sie nun unschuldig hinter Gittern. In der Haft sind sie unmittelbar von Folter und sexualisierter Gewalt bedroht. Unterstütze jetzt die Online-Aktion: Die saudische Regierung muss die Frauen sofort freilassen!

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Saudi-Arabien: Mutige Frauen für Menschenrechte

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Kritische Stimmen dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden

Ali al-Nimr war erst 17 Jahre alt, als er im Februar 2012 festgenommen wurde. Warum? Er hatte an Demonstrationen gegen die saudi-arabische Regierung teilgenommen. Und er gehört der schiitischen Minderheit in Saudi-Arabien an. Ali al-Nimr wurde gefoltert, gezwungen, ein "Geständnis" zu unterschreiben und zum Tode verurteilt. Fordere jetzt die sofortige Aufhebung des Todesurteils!

Seit 2011 verfolgen die Behörden die im Land lebende schiitische Minderheit auf brutalste Arte und Weise. Sie versuchen, Proteste und Forderungen nach Rechten und Reformen im Keim zu ersticken. Hunderte Menschen wurden im Zusammenhang mit Protesten im Bezirk al-Qatif in der östlichen Provinz, wo hauptsächlich Schiit*innen leben, festgenommen. Schiitische Muslime wurden zum Tode verurteilt und wegen Verbrechen hingerichtet, die sie noch vor dem 18. Lebensjahr begangen hatten.

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Saudi-Arabien: Lasst Ali al-Nimr leben

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Werde jetzt aktiv!

Es liegt an uns, die internationale Aufmerksamkeit zu nützen!

Wir dürfen nicht zulassen, dass König Salman sein Image aufpoliert, während Saudi Arabien noch mehr friedliche Aktivist*innen verhaften und hinrichten lässt als jemals zuvor.

Unterzeiche jetzt unsere Online-Petitionen und fordere die Freilassung inhaftierter Aktivist*innen!

Gemeinsam fordern wir König Salman von Saudi-Arabien auf, die unschuldig inhaftierten Aktivist*innen sofort und bedingungslos freizulassen.

Teile die Petition, damit wir gemeinsam den Druck auf König Salman erhöhen können!

Wenn genügend Menschen ihre Unterstützung für die von der Regierung verfolgten Menschen zum Ausdruck bringen, muss der König ihnen zuhören.

Lasst die unschuldig Inhaftierten frei! Solange sie im Gefängnis sind, werden alle Reformen leere Versprechen bleiben. #StandWithSaudiHeroes #StandWithSaudiFeminists #FreeSaudiHeroes #SaudiArabia #MbS

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Menschenrechtsreformen in Saudi-ARABIEN: LEERE WORTE VERSUS realität

Die saudi-arabische Regierung spricht viel von Reformen – seit der Bestellung von Mohammed bin Salman al-Saud zum Kronprinzen im Juni 2017 sogar noch mehr. Die Ankündigungen stehen jedoch im krassen Gegensatz zur tatsächlichen Menschenrechtslage in Saudi-Arabien.

Einige positive Reformen – besonders im Bereich der Frauenrechte – wurden umgesetzt. Allerdings starteten die Behörden gleichzeitig einen brutalen Feldzug gegen genau jene Bürger*innen, die sich für echte Veränderungen einsetzen.

Unter ihnen Wirtschaftswissenschafter*innen, Lehrer*innen, Kleriker*innen, Schriftsteller*innen und Aktivist*innen – alles friedliche Befürworter*innen der Reformen, die der Kronprinz schließlich selbst zugesagt hatte.

Es ist bezeichnend, dass die saudischen Behörden seit 2017 praktisch alle Menschenrechtsverteidiger*innen ins Visier genommen haben.

Taha al-Hajji, Anwalt, der bereits viele Angeklagte vor dem berüchtigten Specialised Criminal Court vertrat

Die saudi-arabische Justiz kennt keine Unschuldsvermutung.

Seit 2017 verfolgt Saudi Arabien praktisch alle Menschenrechtsaktivist*innen und andere Regierungskritiker*innen des Landes, durch willkürliche Festnahmen, Folter und Anklagen vor dem berüchtigten Specialised Criminal Court und anderen Gerichten.

König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud und der Kronprinz haben ihren Einfluss auf die Untersuchungsorgane, Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden drastisch ausgeweitet.

Im Oktober 2017 ersetzte das Antiterrorismus- und Antiterrorismusfinanzierungsgesetz das Terrorismusbekämpfungsgesetz von 2014. Dadurch konsolidierte der König seine Macht in den Staatssicherheitseinrichtungen.

Die neu eingerichtete Staatsanwaltschaft und die Präsidentschaft der Staatssicherheit konnten ab sofort die Durchführung von Festnahmen, Untersuchungen, Verhören sowie Verweisen von Einzelpersonen an das Sonderstrafgericht Specialised Criminal Court (SCC) delegieren.

Beide Organe unterstehen direkt dem König. Das neue Gesetz führte auch die Todesstrafe für „terroristische Straftaten“ ein. Es enthält Bestimmungen, die strenge Strafen für Menschen vorsehen, die nichts weiter als ihr Recht auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit ausüben.

Saudi-Arabien-Freiheit-fuer-Inhaftiere-Andersdenkende-Verfolgung-Folter-Haft

Die unschuldig Inhaftierten in Saudi Arabien sind täglich von groben Menschenrechtsverletzungen bedroht

Festnahme und Haft ohne Aklage

Festnahme und Haft ohne Aklage

Menschen werden ohne Haftbefehl festgenommen und erhalten keine Auskunft über die Gründe für die Festnahme. Sie sitzen ohne Anklage oder Prozess in Haft und bis zu dreieinhalb Jahre lang ohne Möglichkeit, die Inhaftierung anzufechten.

Folter in der Untersuchungshaft

Folter in der Untersuchungshaft

Häftlinge werden als Strafe für fehlende „Reue“ gefoltert und um „Geständnisse“ zu erzwingen. Häftlinge werden durch Folter erpresst, die Regierung nie wieder zu kritisieren.

Isolation

Isolation

Häftlinge werden in Isolationshaft gesperrt - ohne Kontakt zu Familie oder Anwält*innen.

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Unterzeichne jetzt die Online-Aktionen und fordere Freiheit für Saudi Arabien!